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Smartphone-Sucht: Wann bist du abhängig?

eingestellt von Simone Höhn am 8. Januar 2019

 

Hängst du oft am Handy? Die Grenze zwischen problematischem Verhalten und Smartphone-Sucht ist oft nur ein schmaler Grat. Wissenschaftliche Studien sind noch rar zu diesem Thema. Doch es gibt untrügliche Anzeichen, die auf eine Suchtproblematik hinweisen.

Du verbringst mehr Zeit mit dem Smartphone als mit deinen Freunden oder deiner Familie? Du bekommst oft gar nicht mit, was in deiner direkten Umgebung passiert, weil du nur auf dein Handy starrst? Dann bist du vielleicht schon abhängig. Wie konnte es so weit kommen?

Der amerikanische Psychologe Andrew Przybylski beschreibt in diesem Zusammenhang das Phänomen „Fear of Missing Out“ – zu Deutsch: „Die Angst, etwas zu verpassen“. Dieses Gefühl wird durch die zunehmende Verwendung von Smartphones verstärkt. Aus der Fear of Missing Out oder kurz „Fomo“ entsteht das starke Verlangen, durchgehend mit anderen Menschen verbunden zu sein. Folgende Symptome treten im Zusammenhang mit Fomo verstärkt auf:

  • Du bist traurig, wenn Freunde sich treffen und Spaß haben und du nicht dabei bist.
  • Du hast Angst, dass die Erfahrungen von anderen Menschen oder Freunden besser sind als deine eigenen.
  • Du bist unruhig und nervös, wenn du nicht weißt, was die Freunde gerade tun.
  • Du hast das Bedürfnis, deine eigenen Aktivitäten ständig online mitzuteilen.
  • Du musst dem Drang, ständig online zu sein, einfach nachgeben – etwa vor dem Einschlafen, nach dem Aufwachen oder in Gesellschaft mit anderen.
  • Du hast oft Konzentrationsprobleme, die wegen der ständigen Ablenkung durch die Online-Aktivitäten entstehen.
  • Du bist im Straßenverkehr gefährdet durch die Nutzung deines Smartphones und hast schon häufiger fast einen Unfall gebaut.

Armbanduhr statt Bildschirm

Wenn diese Punkte auf dich zutreffen und du dir dessen bewusst bist, ist der erste Schritt in die richtige Richtung schon erfolgt. Du solltest dein Smartphone häufiger komplett ausstellen und dich fragen, was dich selbst an der ständigen Nutzung stört. Hierfür kann es auch hilfreich sein, ein Smartphone-Tagebuch zu führen.

Außerdem hilft es, eine Armbanduhr zu tragen und einen echten Wecker zu benutzen, denn dann fallen schon zwei Anlässe weg, das Smartphone in die Hand zu nehmen und doch noch mal eben seine E-Mails zu checken oder einen Beitrag in den sozialen Medien zu posten. Besonders hilfreich gegen die Sucht sind smartphonefreie Zonen: Richte dir zu Hause Räume ein, in denen du kein Handy benutzen darfst. Damit kannst du zum Beispiel im Schlafzimmer die Smartphone-Sucht gezielt vermeiden. Wer es schafft, regelmäßig komplette Offline-Tage einzulegen, der muss sich keine Sorgen machen.

 

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