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„Deal or No Deal“

„Deal or No Deal“

 

Die Aktienmärkte starten erste Erholungsversuche. Nach fulminantem Beginn in der Vorwoche konnte sich der Dax um einige Prozent verbessern und das erhöhte Niveau halten – ohne allerdings zu einer kräftigen Erholungsrallye anzusetzen. Aber dies kann noch kommen, denn mittlerweile sind die Enttäuschungen der Konjunktur an den Aktienmärkten verarbeitet worden. Diese Enttäuschungen haben sich mit den jüngsten Daten fortgesetzt: Ein weiter zurückgehendes Wirtschaftsvertrauen von Unternehmen und Konsumenten im Euroraum und rückläufige Produktionszahlen aus dem gerade beendeten Kalenderjahr prägten das Bild. Die Konsequenz daraus: Wenn es ganz dumm läuft, dann muss Deutschland Ende Januar eine sogenannte technische Rezession melden. Rezession deswegen, weil das Wachstum zwei Quartale hintereinander im negativen Bereich lag, technisch, weil diese Rückgänge aus Sonderfaktoren wie den Produktionsverzerrungen im Automobilsektor herrührten und nicht von Dauer sind.

Der bange Blick Richtung Großbritannien

„Deal or No Deal, das ist hier die Frage“ – so lautet das Motto einer spannenden neuen Börsenwoche. Das britische Parlament stimmt über den von der britischen Regierung mit der Europäischen Union ausgehandelten Austrittsvertrag ab. Dieser Vertrag legt lediglich die Bedingungen für die danach beginnenden Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen fest. Diese von der Regierung May ausgehandelten Bedingungen sind aber vielen Parlamentariern zu strikt. Eine Ablehnung ist daher sehr wahrscheinlich. Dann geht es in die erste Verlängerung mit weiteren Abstimmungen. Sollte bis Ende März keine Einigung erzielt werden, ist der harte Brexit automatisch da. Das würde vorübergehend an den Börsen deutliche Reaktionen hervorrufen.

Autor: Dr. Ulrich Kater

Der Autor ist Chefvolkswirt der DekaBank und verantwortlich für die Kapitalmarkteinschätzung des Wertpapierhauses der Sparkassen.

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