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Im Fokus: Geldpolitik und Handelsstreit

Im Fokus: Geldpolitik und Handelsstreit

Frankfurt, 28. Juni 2019

Obwohl die Renditen an den Anleihemärkten in Deutschland in dieser Woche wieder leicht angestiegen sind, steht der Kapitalmarkt immer noch unter dem Eindruck der Äußerungen von Mario Draghi. Der EZB-Präsident hatte vor zwei Wochen weitere zinssenkende Maßnahmen angekündigt. Es ist eine sehr in die Zukunft weisende Strategie, denn noch läuft die Konjunktur gut, wenngleich mit abnehmender Tendenz. Den Aktienmärkten bekam es gut, sie setzen auf die heilende Wirkung der Geldpolitik sowohl in Europa als auch in den USA. Daneben hören die Aktienmarktteilnehmer natürlich auch auf jede Äußerung aus der Politik zum Handelsstreit zwischen den USA und China. Eine Einigung auf dem G-20-Treffen in Osaka würde die Märkte deutlich beflügeln, schon die Aussicht auf weitere Verhandlungen wäre ein Signal der Hoffnung.

Und wenn die Konjunktur doch hält?

Die Konjunkturdaten der kommenden Woche dürften an den Finanzmärkten stark beachtet werden. Im Euroraum steht die Veröffentlichung der neuesten Umfragen unter Einkäufern auf dem Programm. Dabei liegt die Aufmerksamkeit der Marktteilnehmer vor allem auf den Dienstleistungsunternehmen, die bislang der konjunkturellen Abkühlung trotzen konnten, jetzt aber auch in einen Abwärtstrend geraten könnten. In den USA werden die neuesten Zahlen zum Arbeitsmarkt veröffentlicht, der als wichtiger Gradmesser für die Entwicklung der US-Konjunktur gilt.

Der Autor Dr. Ulrich Kater ist Chefvolkswirt der DekaBank und verantwortlich für die Kapitalmarkteinschätzung des Wertpapierhauses der Sparkassen.

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