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Steuervergünstigungen für Handwerker-Rechnungen und Dienstleistungen

Steuervergünstigungen für Handwerker-Rechnungen und Dienstleistungen

 

Berufstätige kennen das: Nach der Arbeit ist vor der Arbeit. Denn nicht nur im Job gibt es viel zu tun, sondern auch zu Hause. Zeit für die Familie und für den nötigen Ausgleich fehlt da häufig. Ist man schließlich in Rente und müsste eigentlich nur noch die Hausarbeit erledigen, kommen neue Herausforderungen auf einen zu. Egal, ob noch jung oder schon älter: Viele Menschen benötigen Hilfe von anderen, sei es bei der Gartenarbeit oder der häuslichen Pflege. Die Bandbreite dieser haushaltsnahen Dienstleistungen ist groß. Das hat auch der Gesetzgeber erkannt – und dafür gesorgt, dass diese Alltagshilfen mit einem Steuerbonus versehen werden. Durch das Familienleistungsgesetz können Familien in noch höherem Maße profitieren, wenn sie Hilfe von außen in Anspruch nehmen.

Haushaltsnahe Dienstleistungen: bis zu 4.000 Euro Steuerabzug
So können Steuerzahler 20 Prozent der Arbeitskosten für haushaltsnahe Beschäftigungsverhältnisse, Dienstleistungen sowie Pflege- und Betreuungsleistungen von ihrer Steuerschuld abziehen. Das gilt jedoch nur bis zum Höchstbetrag von 4.000 Euro. Wer also beispielsweise sein Kind professionell betreuen lässt, darf dafür bis zu 4.000 Euro im Jahr steuerlich geltend machen. Aufwendungen für geringfügig beschäftigte Haushaltshilfen sind bis zu 2.550 Euro mit 20 Prozent, maximal also mit 510 Euro, abzugsfähig. Mehr Infos dazu im Einkommensteuergesetz (http://www.gesetze-im-internet.de/estg/__35a.html).

Leistungen von Handwerkern: bis zu 1.200 Euro Steuerbonus
Wer einen Handwerker beauftragt zu tapezieren, zu streichen oder zu renovieren, kann dafür bis zu 20 Prozent von 6.000 Euro, also 1.200 Euro jährlich, von seiner Steuerschuld abziehen. Wichtig dabei: Die Materialkosten können nicht angesetzt werden – den Steuerbonus gibt es nur für die Arbeitskosten. Darum müssen diese Posten getrennt auf der Rechnung ausgewiesen werden. Zudem dürfen Sie die Rechnungen nicht bar bezahlen, denn das Finanzamt kann als Nachweis die Vorlage eines Kontoauszugs oder einer Überweisungsdurchschrift verlangen. Rechnungen und Quittungen müssen nicht mit der Steuererklärung eingereicht werden. Es genügt, die Belege zu sammeln und für den Fall der amtlichen Nachfrage bereitzuhalten.

Sie haben noch Fragen zu diesem Thema? Dann wenden Sie sich an Ihren Steuerberater, er kann Sie individuell beraten.

 

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