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Aufregend, witzig und lehrreich – Meine ersten Wochen in der Stadtsparkasse

eingestellt von Azubis am 15. Januar 2019

Aufregend, witzig und lehrreich – Meine ersten Wochen in der Stadtsparkasse

 
 

Unsere Auszubildende Lisa Malkomes schildert mit viel Selbstironie und Witz ihre Zeit als Neuling bei der Sparkasse. Mal ein etwas anderer Blick auf den Azubialltag!

Für all diejenigen, die sich für eine Ausbildung bei der Sparkasse entscheiden … die ersten Wochen werden intensiv! Eine Flut an Informationen prasselt auf Euch ein, Euer Durchschnittspuls wird um einiges höher sein als gewöhnlich und Ihr werdet so viele neue Menschen kennenlernen, dass Ihr am besten eine Namensliste anlegen solltet. Aber keine Angst! Es wird mit Sicherheit eine aufregende, witzige und lehrreiche Zeit!

Ganz wichtig: Am Anfang ist mangelnde Kompetenz nur mit Freundlichkeit und professionellem Erscheinungsbild auszugleichen. Also rein in den Anzug oder das Kostüm, denn wenn man bei der ersten Kundenfrage stotternd und errötend am Schalter steht, zeigt zumindest die Kleidung, dass man einer der Mitarbeiter ist.

Geschäftsstelle Davenportplatz : Do you speak English?

Bereits im Vorfeld hatte ich gehört, dass am Davenportplatz viel Englisch gefordert wäre – die ganzen Auslandsstudenten (Inder, Afrikaner, Spanier, Norweger…) möchten Girokonten eröffnen und sprechen erst einmal nur Englisch (mit entsprechendem Akzent). Obwohl Sprachen mein Ding sind, hatte ich verdammten Bammel, etwas, von dem ich KEINE Ahnung hatte, in einer Sprache zu erklären, die nicht meine Muttersprache ist – Äh, Fachbegriffe und sowas?? Witzigerweise lernt man in dieser Geschäftsstelle sehr schnell, was eine „Verkehrssprache“ ist – Grammatik? Unwichtig! Auf das gegenseitige Verständnis kommt es an. Und das ist einfach! Es machte mir bereits nach der ersten selbständigen Kontoeröffnung Spaß. Als ich dann nach etwa zweieinhalb Wochen (!!!) die erste Girokontoeröffnung in deutscher Sprache hatte, wusste ich gar nicht, was ich sagen sollte – bisher hatte ich die Begriffe nur auf Englisch gebraucht!! Meine Kolleginnen rechts und links von mir kringelten sich vor Lachen, als sie mich nach der Frage nach Familienstand und Handynummer sagen hörten: „Das ist aber nichts Persönliches.“ Mit hochrotem Kopf machte ich weiter.

Kehrt Routine ein, lauert die Nachlässigkeit

Wenn dann nach einigen Tagen eine gewisse Routine eingekehrt ist und man sich bei der ein oder anderen Aufgabe bereits sicher fühlt, lauert auch schon die nächste Falle: die Nachlässigkeit. Der Azubi hat nun ein gewisses Selbstvertrauen aufgebaut, viele Kundenanfragen können eigenständig bearbeitet werden und das Überweisungen-Einscannen funktioniert im Schlaf … denkt man. In meinem Fall meldete sich die Nachlässigkeit, als ich mal wieder ein Girokonto eröffnete. Locker machte ich Smalltalk mit dem Kunden (einem Studenten), der erst in der kommenden Woche in seine neue Wohnung ziehen wollte. Ganz stolz sortierte ich nach dem Gespräch die Unterlagen – wieder ein Konto alleine eröffnet! Yes! … Dann der Geistesblitz. Neeeeeiiiin!! Wir hatten besprochen, die Sparkassen-Card erst zu bestellen, wenn er umgezogen war und die Adresse auch tatsächlich aktuell war … und ich hatte – voll im Flow – seine Karte direkt bestellt. Diese würde nun sicher als unzustellbar zurückkommen. Peinlich, peinlich. Also den Kunden anrufen, mich entschuldigen und natürlich die Gebühren erstatten, die meinetwegen auf ihn zukommen würden.

Kleine Peinlichkeiten machen den Arbeitsalltag lustig…

Trotz aller Peinlichkeiten war diese erste Zeit für mich der Hammer! Die Kollegen sind klasse, immer für mich da (zum Beispiel auch, wenn ich meinem Kunden den größten Mist erzähle „Ja, Sie können bei der Sparkasse Braunschweig Geld auf Ihr Konto bei der SSK KL einzahlen“), verständnisvoll, wenn ich aus reiner Dummheit einem Kunden meine Handynummer gebe („Keine Angst, es steht immer eine Mutter bereit und rettet dich, wenn er wieder kommt“) und geduldig, wenn sie mir zum 100000sten Mal ein und dieselbe Sache erklären müssen. Zudem war die Stimmung immer super – wir hatten viel zu lachen, auch wenn ich nicht selten der Auslöser dafür war. Zum Beispiel der Tag, an dem ich permanent einen roten Kopf hatte und schwitzte wie in der Sauna, bis meine Kollegin mir vorschlug, doch meine Strumpfhose auszuziehen – während ich das tat, bemerkte ich, dass es eine Thermohose war – bei 29°C genau das Richtige …

Am Anfang gibt`s den „Welpenschutz“

Ihr haltet mich jetzt sicher für einen der peinlichsten Menschen auf dieser Welt – mir geht es jedoch nur darum, zu zeigen, dass am Anfang einer Ausbildung bestimmt nicht alles glatt läuft. Vor allem, wenn man zu den Menschen gehört, die nicht aus den Fehlern der Anderen lernen, sondern alles selbst falsch machen müssen. Da ist eine gehörige Portion Humor gefragt, denn wenn man den Witz in all seinen Fehlern und Ausrutschern sieht, verliert man nie seine gute Laune. Zudem steht man in der ersten Zeit unter dem sogenannten „Welpenschutz“ – ich liebe dieses Wort – es gibt einem die Gewissheit, immer Hilfe an seiner Seite zu haben, wenn mal wieder etwas nicht ideal gelaufen ist.

 

In diesem Sinne – auf viele weitere Fehler! Denn nur so wird man besser und nur so wird der Alltag nie seine Würze verlieren (auch wenn sich die Peinlichkeiten gerne mal an andere verirren dürfen und nicht immer bei mir landen müssen ;)).

 

Autorin: Lisa Malkomes

 

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Kommentare


Elke Lorenz schreibt am 24.01.2019 um 21:13 Uhr:

Liebe Lisa,
sehr gut geschrieben und alles sehr wahr. Das selbe habe ich vor ca. 40 Jahren erlebt und ich freue mich, das es heute noch genau so ist.
Gruss an alle "alte" Kollegen.